Golden Spirit Event
BHAKTI - YOGA
 

vancha-kalpa-tarubhyas ca krpa-sindhubhya eva ca

patitanam pavanebhyo vaisnavebhyo namo namah

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Willkommen auf meiner Bhakti-Yoga Webseite!

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Gott ist der Urquell aller Eigenschaften in absoluter Form

und Vollkommenheit; alles was in der materiellen Welt

existiert, sind Projektionen und relative Realitäten.

Liebe Freunde,

Meine heutige Botschaft ist sehr simpel: Niemand ist von der Verehrung Gottes durch Bhakti-Yoga ausgeschlossen, und niemand ist von der Liebe Gottes ausgeschlossen. Ohne Vorbehalt, ohne irgend eine Qualifikation vorauszusetzen, vereinte Sri Caitanya Mahaprabhu Menschen verschiedener Religionen und sozialer Schichten im Yuga-Dharma, dem sankirtana – im gemeinsamen Singen der Namen Gottes, mit der gemeinsamen Vision des neuen Zeitalters, eine gemeinsame Manifestation einer göttlich-universellen Kultur auf Erden zu schaffen. Werden die Diener/Innen Gottes den Kampf ums Überleben auf der Erde gewinnen und die gemeinsame Manifestation dieser göttlich-universellen Kultur auf Erden schaffen können? (Ähnlich wie die Bienenvölker, welche auf der Erde bereits vom Aussterben bedroht sind. Einstein sagte voraus: „Wenn die Bienen sterben, sterben danach auch die Menschen".) Schaffen wir es ? Die Antwort findet Ihr in folgender Geschichte:

„Ein alter Cherokee-Indianer sitzt mit seiner kleinen Enkelin am Lagerfeuer. Er sagt: „Im Leben gibt es zwei Wölfe, die miteinander kämpfen. Der erste ist Hass, Misstrauen, Feindschaft, Angst und Kampf. Der zweite ist Liebe, Vertrauen, Freundschaft, Hoffnung und Friede.“ Das kleine Mädchen schaut eine Zeit lang ins Feuer und fragt dann: „Welcher Wolf gewinnt?“ Der alte Indianer schweigt ... Nach einer Weile sagt er: „Den, den du fütterst …!“

Wenn ich Kollegen und Kolleginnen (Prediger/Innen, Botschafter des Lichtes, Lichtarbeiter/Innen) zuhöre oder ihre Artikel lese, so könnte man meinen, dass die Welt kurz vor dem Untergang steht und das Armageddon bevorstehe. Es gibt nur wenige Optimisten zur Zeit. Gerade jetzt in der Endzeit ist es aber wichtig, auf Gottes Plan zu vertrauen, und dieser Plan hat nichts mit Zerstörung und Untergang der Gottesdiener und Lichtarbeiter/Innen zu tun. Nur diejenigen, welche sich freiwillig von der Gnade und Liebe Gottes trennen, werden alles verlieren und untergehen. Alle anderen Seelen, welche mit freiem Willen ausgestattet sind und den „Wolf der Liebe, des Vertrauens, der Freundschaft, der Hoffnung und des Friedens“ füttern, werden das Leben gewinnen, im Diesseits wie im Jenseits. Mit Jenseits meinen wir Gottgeweihten das ewige Leben in höheren Dimensionen oder in der Spirituellen Welt. Gottgeweihte sterben nicht, sie wechseln lediglich ihre Form, lassen ihre sterblichen Hüllen zurück und kehren heim, zum ewigen Leben im Königreich Gottes. Wir nennen das Heimgang und das ist ein sehr freudiges Ereignis. Wir wissen schon jetzt, dass nur wenige es schaffen werden. So wie nur 10 % der Puppen es schaffen, sich zu Schmetterlingen zu entwickeln - und 90 % der Puppen sich zu Motten entwickeln, so ähnlich verhält es sich auch mit der Entwicklung des Gottesbewusstseins auf Erden. Es werden nur wenige sein, die sich zu schönen Schmetterlingen der Gottesliebe entwickeln. Die Mehrzahl bleibt in der Grauzone und Dunkelheit des Motten-Daseins gefangen. Trotz allem sollten wir darauf vertrauen, dass Gott uns vor dem Abstieg und der Dunkelheit bewahren kann. Jesus hat gebetet:

„Vater, ich bitte dich nicht, dass du die Sorgen des Alltags und die Konflikte aller Art aus der Welt nimmst, sondern dass Du Deine Gottgeweihten vor dem Bösen bewahrst.“

Das ist die Essenz, liebe Brüder und Schwestern. Bhakti-Yoga bedeutet nicht, dass wir um materielle Segnungen, Gesundheit oder andere Vorteile bitten; sondern wir wünschen uns nur, vor dem Bösen beschützt zu sein. Wir sind in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt, wir sind nur Gast auf Erden und wir können nichts mitnehmen bei unserem Heimgang. Einmal werden wir heimgehen dürfen und dieser Gedanke macht uns frei, friedlich und glücklich. In der Zwischenzeit verschwenden wir unsere kostbare Zeit nicht mit Sorgen und Gram, sondern füllen unsere Gedanken mit Zuversicht und Hoffnung. Die Menschen, welche sich von Gott abgewendet haben und den Vertretern der Lügen und der Dunkelheit Glauben schenken, sind selbst für ihre Angst und ihre Konflikte verantwortlich. Wir erleben nur das, was wir zulassen. Wenn wir uns völlig auf die Liebe und Barmherzigkeit Gottes konzentrieren, wird unser Bhakti-Yoga-Prozess den gewünschten Frieden bringen, und das schon auf Erden, und nicht erst nach unserem Heimgang. Welchen Wolf füttern wir täglich? Füttern wir unser Bewusstsein mit den beunruhigenden Mainstream-News oder mit den Worten Lord Chaitanya Mahaprabhu's, bzw. Jesus Christus? Heute dachte ich mir: „Soll die Welt doch zur Hölle gehen … solange ich mir selbst treu bleibe. Solange ich selbst den Wolf der Liebe und des Friedens füttere, ist die Welt für mich in Ordnung.“ Wir sind doch nicht für die Fehler und den Mangel an Vertrauen unserer Mitbürger verantwortlich. Jeder ist selbst verantwortlich und schuld an seiner Destination, die entweder der Himmel oder die Hölle sein wird. Wir können nur durch unser gutes praktisches Beispiel für andere Menschen dienlich sein. Versuchen wir nicht, andere zu überzeugen, denn sie werden uns nicht zuhören.

Solange die schlafenden Massen den „Wolf der Lügen“ füttern, 

werden sie die Wahrheit nicht erkennen wollen.

Auch wenn die Mehrzahl der Menschen zu Zeit den “Wolf der Lügen“ füttert und sich selbst aufgibt …, ist es unsere Pflicht, weiterhin unserem Credo zu folgen und Gutes zu tun, die Wahrheit zu fördern und den Samen der Liebe zu säen, wo die Erde fruchtbar ist. Das ist unsere einzige Aufgabe. Mit Hass, Feindschaft, Bosheit, Lügen und Konflikt haben wir nichts am Hut. Gott ist die Liebe und wir sind Seine Geliebten und Liebenden zugleich. Lasst uns die Liebe auf dem Bhakti-Yoga-Pfad feiern und jeden Tag aufs Neue lobpreisen, indem wir der barmherzigen Anweisung von Lord Chaitanya Mahaprabhu folgen und die Heiligen Namen des Herrn lobpreisen. Harinam-Sankirtan ist die einzige Medizin für uns, welche uns dazu befähigt, den „Wolf des Friedens“ zu füttern - in dieser unfriedlichen Zeit. Weinen wir um nichts in dieser Welt des Unfriedens. Weinen wir nur um die verlorene Zeit, in der wir den falschen Wolf gefüttert haben. Füttern wir ab nun nur noch den richtigen Wolf, damit er kräftig und stark wird, damit er dieses letzte Endspiel gewinnt … Ein bisschen Vertrauen und Geduld sollten wir schon mitbringen auf diesem Bhakti-Yoga-Pfad der Freude und Hingabe zu Gott.

Sieg der Liebe und des Friedens!

Kirtaniya Sada Hari!

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"Du bist größer als du denkst, du bist großartig und du

bist die Hoffnung des Planeten in einem großartigen System,

das von der Liebe Gottes erfüllt ist.“ - Kryon

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Musik-Theorie - Die Fundamente des Raga-Systems

Sa Re Ga Ma Pa Dha Ni Sa

Do Re Mi Fa So La Si Do

Die kosmischen Zusammenhänge:

Sa/kama/Mars – Re/ prana/Sonne – Ga/buddhi/Merkur –

Ma/kama-manas/Saturn – Pa/aura-atma/Jupiter – Dha/buddhi-manas/Venus - 

Ni/astral-linga/Mond

Liebe Freunde,

Was sind die Gemeinsamkeiten des Indischen Notensystems mit dem Westlichen? Ich musste Musikseminare besuchen, um einigermaßen die Noten-Blätter westlicher klassischer Werke lesen zu können. Zuerst lesen wir üblicherweise ein Notenblatt, bevor wir es singen oder mit einem Musikinstrument spielen. Ich probierte Klavier, Flöte, Gitarre und weil mir das Notenlesen zu kompliziert erschien, spielte ich fast nur noch nach Gehör. Später lernte ich vor 30 Jahren in Zürich bei einem Indischen Professor Singen und Spielen auf dem Harmonium und der Tanpura. Ich bemerkte schon am ersten Tag im Musikunterricht in der Gruppe, dass ich mir im Indischen Notensystem leichter tat, die Noten zu lesen und zu singen. Der Professor unterrichtete uns den klassischen Nord-Indischen Ragastil und wir fanden es lustig, dass wir zuerst nur über die erste Note Sa sprachen und er uns auf allen Oktaven diese eine Note vorsang und mit Harmonium begleitete.

Als Hausaufgabe sollten wir dann diese Note Sa so oft wie

möglich singen und uns einprägen.

Bei den nächsten Unterrichtseinheiten gingen wir alle Noten durch, bis wir schließlich alle singen und identifizieren lernten. Es war gar nicht so einfach, wenn er uns bat, die Augen zu schließen und die Noten zu erraten, die er sang und spielte. Natürlich braucht es Zeit, sich die verschiedenen Tonleitern einzuprägen, denn jede einzelne Taste auf dem Harmonium kann mit der Note Sa beginnen, und dann muss man wissen, welche Tasten/Saiten in Folge korrekt angeschlagen werden müssen, um die Tonleiter zu treffen. Er beruhigte uns und meinte, dass es nicht notwendig ist, die Tonleitern stur auswendig zu lernen. Gemäß unserer Stimmlage wählten wir die Oktaven und auch die passende Tonleiter aus, um einen Raga zu singen. Wir hatten in unserer Gruppe Harmonium, Violine, Querflöte, Tablas, Khola, Zimbeln und Tanpura. Bevor wir ein Musikstück gemeinsam spielten, prüfte er jeden einzelnen Sänger vorab, ob wir unsere Hausaufgaben gemacht hatten. Erst wenn jeder Ton passte, durften wir gemeinsam Bhajana/Kirtan machen. Zuerst ging es unserem Lehrer um den Gesang, die Tonlage, die richtige Aussprache des Bengali oder Sanskrit und um das Verständnis des Gesungenen. Wir sollten bei jedem gesungenen Wort wissen, worum es eigentlich geht. Erst wenn man ein heiliges Lied von A – Z versteht, kann man seine Liebe und Hingabe mit einbringen und es zur Freude Radha-Krishna’s vor dem Altar singen. Geübt wird nur im Musikzimmer. Zweitens ging es ihm um unser technisches Verständnis und die richtige Anwendung der Instrumente. Er lehrte uns auch das richtige Stimmen der Instrumente. Oft probten wir tagelang ein einziges Stück, bevor wir es vor Publikum auf der Bühne oder vor dem Altar gemeinsam präsentierten.

Mit der Stimmbildung braucht es Geduld, denn wer

2 Oktaven rein singen möchte, braucht Zeit und Übung.

Unser Musikprofessor inspirierte uns, zuerst alle tiefen Töne ordentlich zu singen und Schritt für Schritt zu den nächst höheren Tönen vorzudringen. Das war harte Arbeit. Er war streng und wenn wir brav übten, sang er uns zur Belohnung unseren Lieblingsraga: Vasant-Raga oder den Regen-Raga vor … hahaha, wir huschten dann zum Fenster und warteten auf den Regen. Er erklärte uns, dass jeder Raga eine Persönlichkeit repräsentiert. Also war es wichtig, die Töne auch klar und rein (ohne Vergehen) zu singen, um die betreffenden göttlichen Persönlichkeiten herbeizurufen. Nein, das hat nichts mit Schamanismus oder Geisteranbetung zu tun. In der Vedischen Musik-Wissenschaft ist alles persönlich und hat seinen Ursprung in Gottes heiligem Reich. Während dem Singen kommt es auf das richtige Hören an und wenn jemand ein perfektes Gehör entwickelt, kann er/sie die Spiele des Höchsten Herrn im Inneren wahrnehmen. Wenn man ohne Vergehen die Heiligen Namen Gottes singt, erscheint Radha Krishna persönlich auf unserer Zunge und tanzt. Das ist das A und Omega, das süße Geheimnis des Vedischen Gesangs.

Gottgeweihte singen für Radha Krishna’s Freude.

Das Publikum, die Hörer und Zuschauer so eines Konzerts haben Teil am Gottesdienst, denn sie hören (oder singen mit) die Lobpreisungen und die Glorifizierung von Radha Krishna, Nitai Gauranga und anderen ewigen Gefährtinnen aus der spirituellen Welt. Unser Professor war ein Vrajavasi, also ein Einwohner von Vrindavana und er reiste um die Welt, um seinen Schülern/Innen das Singen für Radha-Krishna beizubringen. Er unterrichtete uns die 10 Grund-Ragas (Thaats) und einige Variationen daraus. Es gibt 10 Gruppen: Asavari (Aeolian Tonleiter) S R g m P d n S’, Bhairava (None) S r G m P d N S’, Bhairavi (Phyrgian) S r g m P d n S’, Bilavala (Ionian) S R G m P D N S’, Kafi (Dorian) S R g m P D n S’, Kalyana (Lydian) S R G M P D N S’, Khammaja (Mixolydian) S R G m P D n S’, Marwa (None) S r G M; P D N S’, Purvi (None) S r G M P d N S’, Todi (None) S r g M P d N S’.

Sa und Pa sind die beiden Noten, welche nicht verändert werden.

Die Note D welche im westlichen System erniedrigt wird, und dann so aussieht: Db - wird im Nord-Indischen-Raga-Notensystem als kleines r geschrieben. Hier eine Gegenüberstellung der westlichen und Indischen Musiknoten:

C  Db  D  Eb  E   F    F#  G  Ab  A  Bb  B

S   r     R   g   G   m   M  P   d   D   n   N

Die Melodien der Indischen Musik können niemals verstanden werden, ohne sich mit Raga zu beschäftigen. Raga ist die männliche Bezeichnung und Ragini die weibliche. Zum allgemeinen Beschreiben verwenden wir die männliche Form. Ragas sind melodische Formen, welche ästhetische Werte vermitteln. Thaats sind die Tonleitern ohne diese ästhetischen Werte. Sie haben keinen ‚Flow’ (Fluss) und keine spezifischen Charakteristiken. Ragas, haben einen speziellen ‚Flow’, Merkmale, Charakteristiken, Eigenheiten und Emotionen. Sie haben sogar Jahreszeiten und Zeiten am Tag oder in der Nacht, wo sie gesungen werden. Es gibt daher auch fixe Regeln für diese Melodien, welche als Raga gelten sollen.

Ein Raga muss mindestens 5 Noten haben.

Ein Raga darf nicht zwei Formen der aufeinander folgenden

Note zusammen haben.

Ein Raga muss Sa haben.

Ein Raga muss Re oder Ga, oder beide haben.

Ein Raga muss Ma oder Pa, oder beide haben.

Ein Raga muss Dha oder Ni, oder beide haben.

Ein Raga muss einen angenehmen Klang haben.

In jedem Raga gibt es einige Eigenschaften, die gemeinsam genutzt werden. Aroha: Der Raga in Tonleiter-Form in aufsteigender Richtung; Avaroha: Der Raga in Tonleiter-Form in absteigender Richtung; Svarupa (auch Pakkad genannt): Der allgemeine Fluss und das Schlagwort des Raga; Jati: Die Kaste des Raga. Dies wird durch die Anzahl der Noten in der Aroha und der Avaroha bestimmt. Fünf Noten werden audava genannt, sechs Noten sadava, sieben Noten sampurna. Wenn ein Raga fünf Noten in die aufsteigende Richtung hat und sieben Noten in die absteigende Richtung, wird er „audava-sampurna“ genannt. Vadi: Das ist die wichtigste Note (Sonant) im Raga. Samvadi: Das ist die zweitwichtigste Note (Consonant). Das ist meistens immer eine vierte oder fünfte Note nach dem Vadi. Bhava: Die Harmonie zwischen dem Vadi und dem Samvadi zeigen, wie sie miteinander in Beziehung stehen. Prahar: Das ist die Zeit, wann der Raga gesungen wird. Prahars werden aus den vierundzwanzig Stunden eines Tages abgeleitet, die zu gleichen Teilen in acht Abschnitte mit drei Stunden pro Stück unterteilt sind. Das erste Prahar ist von 12 bis 3 Uhr morgens. Schauen wir uns den Raga  Bhairava an, um seine Eigenschaften zu verstehen.

Aroha: S G m P m P d N d S’

Avaroha: S’ N S’ d N d P m P d P G m r S

Svarupa: P G m G r S

Jati: Sadava – Sampurna

Vadi: r

Samvadi: d

Prahar: zweiter Prahar (6 Uhr bis 9 Uhr morgens)

Bhava: S bis P

Wenn wir diesen Raga untersuchen, stellen wir fest, dass alle Regeln erfüllt sind. Es hat auch keine chromatische Formen, weil es 6 Noten aufwärts und sieben Noten abwärts gibt. Der Vadi ist r und der samvadi ist d, wobei d die perfekte folgende fünfte Note nach r darstellt, ähnlich zu r nach d ist die Folge von S nach P. Hier gebe ich Euch noch den Raga Malkauns als Beispiel der zum Bhairavi Thaat gehört und um Mitternacht gesungen wird. Der Raga wurde ursprünglich konzipiert, als Parvati den Raga sang, um Lord Shivas Zorn zu beruhigen. Wir werden nun den Gesang studieren, der in diesem Raga verwendet wird: "Om Namo Bhagavate Vasudevaya". Bevor wir uns den Gesang ansehen, schauen wir uns das Raga-Profil an: Aroha: S g m d n S’ – Avaroha: S´ n d n d m g m g S `n S – Jati: Audava-Audava – Vadi: m – Samvadi: S – Swarupa: `n S g m g S `n S `d `n S – Prahar: 7 (9 PM bis 12 AM - nachts). Das ist ein sehr einfacher Gesang. Beachtet, wie stark “ma” ist in diesem Raga. Es gibt viele Formen der Notation, aber die hier vorgestellte ist die Bhakkhande-Notation für den Asthayi im sechzehn-Matra-Zyklus, der als Tintal bekannt ist:

X                   2                  0                    3

1  2    3    4     5    6   7    8  9  10   11    12   13 14  15  16

m  -   d   m    g     S   S    g  `n  `n   S    g   g  m  m  -

o om  na mo bha ga  va  te  e  va  su  de va  a  ya  a

Hier der Antara:

X                  2                  0                   3

1   2    3   4    5    6   7   8   9   10   11   12  13  14  15  16

m  -   d   n   S´     S´  S´  S´  n   n    d    n   d    -  m   -

o  om na mo bha ga va te   e  va  su  de  va  a  ya  a

Ein weiterer geringfügiger Unterschied zu Matra 7, der dem Antara jedoch Würze verleiht (statt S´nimmt man g´):

X                 2                   0                  3

1   2   3   4    5     6   7   8   9  10   11   12  13  14   15  16

m  -   d   n    S´    S´  g´  S´  n   n   d    n   d   -    m   -

o  om na mo bha ga va te  e   va  su  de va  a   ya  a

Da dies ein einfacher Gesang ist, können wir neu festlegen, wie oft wir die Antaras in Verbindung mit dem Asthayi verwenden. Dies macht in der Tat Spaß beim Lernen von Songs mit verschiedenen Melodien, trotz der Komplexität. Welches Lied wir auch gewählt haben, lernen wir es am besten solange, bis es perfekt klingt. Spielen und singen wir diese Lieder genau und im richtigen Tempo. Übrigens: Man verwendet bei den klassischen Ragas keine Akkorde. Wer unbedingt welche dazu spielen will, kann seine Ragas – sobald sie leicht von der Hand gehen, mit passenden Akkorden nach und nach ergänzen. Denken wir daran, dass es auch wichtig ist, Tala-Wissen (Rhytmus) aufzubauen und es hier mit einzubeziehen.

Der Fokus beim Spielen des Harmoniums liegt auf der Mutter der Musik, der Melodie. Wenn wir jedoch die Mutter der Melodie studieren, müssen wir auch den Vater der Musik verstehen und schätzen, der als Rhythmus bekannt ist.

Die rhythmische Form der Indischen Musik ist das Tala. In der Indischen Musik gibt es im Allgemeinen drei Elemente. Die Elemente sind die Melodie, die ‚drone’ und der Rhythmus. Die Melodie wird von einem Instrument aus Sushir Vadya (geblasene Luft), Tantri Vadya (gezupfte Saiteninstrumente) und Vitat Vadya (geblasene Instrumente) geliefert. Diese drei Instrumente haben die Fähigkeit, Indische Melodiemodi zu spielen, die als Ragas bekannt sind. Das zweite Element ist die ‚drone’. Die ‚drone’ ist eine einfache Note, die ständig gehalten wird. Die Funktion der ‚drone’ besteht darin, eine konstante Tonhöhe bereitzustellen. Dies hilft Sängern, ihre Tonlage zu finden. Drones werden in der Instrumentalmusik entweder von einem Drone-Instrument oder im Melodieinstrument selbst gefunden. Die Tanpura und die Sruti-Box sind die am häufigsten verwendeten Instrumente, um als ‚drones’ zu fungieren. Das letzte Element ist der Rhythmus.

Das richtige Wort für Rhythmus ist Tala.

Dies kommt vom Hindi-Wort "tali" und bedeutet "klatschen". Westliche Musik beschreibt den Rhythmus in Maßen. Zum Beispiel kann jede Messung in einem Song vier Beats haben. In der indischen Musik beschreiben wir Rhythmus als Zyklen. Ein Stück kann in einem Rhythmus von 16 Zyklen erfolgen. Lasst uns die Elemente des Tala untersuchen. Das Tala kann am besten als ein im Uhrzeigersinn gelesener Einheitskreis betrachtet werden. Der Anfang des Kreises zeigt den Beginn des Zyklus an. Jeder Zyklus hat Beats. Das Indische Wort für Beat ist Matra. Ein Zyklus hat eine feste Anzahl von Matras. Das erste Matra, die den Beginn des Zyklus anzeigt, ist als Sam bekannt. Konventionell wird der Sam durch ein "X" dargestellt. Der Kreis wird also durch Maßnahmen geteilt, die als Vibhag bezeichnet werden. Das westliche Konzept sieht vor, dass jeder Takt eine gleiche Anzahl von Schlägen trägt. Zu beachten ist bei den Ragas:

Vibhags hingegen können die gleiche Anzahl von

 Matras enthalten oder nicht.

Da es 16 Matras und vier Vibhags gibt, können wir davon ausgehen, dass jeder Vibhag (4/4-Takt) vier Matras hat, 1 + 4 = 5. Matra 5 startet den zweiten Vibhag. 5 + 4=9. Matra 9 startet den dritten Vibhag. 9 + 4 = 13. Matra 13 startet das letzte Vibhag. Nach Matra 16 wiederholt sich der Zyklus. Ein abgeschlossener Zyklus ist als Avartan bekannt. Wenn wir die Matras alle zusammenzählen, ergibt es 16 Matras.

Bei der Beschreibung von Talas wird eine klatschende oder winkende Konvention verwendet. Die Sam- und Akzentnummern erhalten Klatschen. Daher sind die Sam- und Akzent-Nummern als Talis bekannt. Beim Rezitieren der Talas wird die Matra des Tali mit einem Händeklatschen gegeben. Die Nullzahl hat keinen Akzent. Es wird als leere gewichtete Matra betrachtet. Die Matras mit der Zahl Null sind als Khalis bekannt. Khalis erhalten eine Handbewegung. Dies ist der am meisten akzeptierte Ansatz zur Beschreibung von Talas. Durch die Anzahl der Matras in einem Tala kann normalerweise eine allgemeine Annahme des Flusses gemacht werden. In der Indischen Musik diskutieren wir die Klassifizierung der Tala-Länge unter Berücksichtigung ihrer Vielfachen.

Normalerweise erlaubt diese Klassifizierung viele Ersatztalas für dieselbe Zusammensetzung. Die Klassifizierung des Tala wird als Jati bezeichnet. Jati kommt wörtlich vom Hindi-Wort und bedeutet "Kaste". Tisra Jati bedeutet, dass die Tala einen Zyklus mit einem Vielfachen von drei Matras hat. Catastra Jati zeigt ein Vielfaches von vier Matras an. Khanda Jati gibt ein Vielfaches von fünf Matras an. Misra Jati zeigt ein Vielfaches von sieben an, und der seltene Sankirna Jati zeigt ein Vielfaches von neun an. Normalerweise würde sich eine Zahl mit Mehrfachauswahl für Jatis für einen höheren Jati entscheiden. Die einzige Ausnahme sind zwölf-Matra-Sätze. Primzahlen werden nach dem nächsten Jati benannt. Zum Beispiel wird eine elf-Matra-Tala als Khanda Jati klassifiziert, weil 10 ein Vielfaches von 5, am nächsten ist.

Am besten ist es, die Bhatkhande Notation zuerst zu lesen,

wobei die erste Zeile mit den roten Nummern

die Tala-Einsätze signalisieren.

Das Sam ist mit dem X markiert, die nachfolgenden Akzente oder Talis werden durch ihre Nummern in der Reihenfolge gekennzeichnet, und das Khali, das Deaktivierungszeichen, wird durch eine 0 dargestellt. Die zweite Zeile beschreibt die Matra-Nummern. Sie beschreiben nur die Positionen innerhalb der beschriebenen Kreise. Die dritte Zeile ist die Zeile mit der Melodie unter Verwendung des Sargams. Dies sind die Noten, die wir tatsächlich auf dem Harmonium oder einem anderen melodischen Instrument spielen. Die vierte Zeile enthält den Text, den wir singen. Im Fall, dass jemand nicht viel Erfahrung beim Spielen des Harmonium oder einem anderen Instrument hat, ist anzunehmen, dass es schwierig ist den Rhythmus zu finden. Das besten ist dann, den Sargam zu lesen und dann zu spielen, während man den Liedtext singt zur gleichen Zeit. Am Anfang sollte man also wirklich ganz langsam vorgehen, und es gibt keine Eile. Langsam wird man an Geschwindigkeit beim Singen zunehmen, während man die Noten spielt. Es gibt etliche Noten für die Ragas auch online zu finden, oder im Musik-Fachhandel. Jetzt wünsche ich Euch viel Erfolg und Freude beim Singen und Spielen der Indischen Ragas!

Möge Euch Saraswati, die Göttin des Gesangs und der Tonkunst segnen 

und Euch viel Geduld beim Üben schenken!

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Sri Radhika – Stava

‚Lobpreisung von Sri Radha’ – von Srila Rupa Gosvami

Liebe Freunde,

Für das folgende Lied ‚Sri Radhika-Stava’ singe ich den Bimphalasi Raga (KAFI THAAT) und gleich anschließend den Hare-Krishna-Maha-Mantra mit der gleichen Melodie. Hier von mir mit Harmonium-Begleitung gesungen:

https://www.youtube.com/watch?v=EjUGZTZpUqw

Dies ist der oft gesungene Raga zur Verehrung und Lobpreisung der göttlichen Spiele Srimati Radhikas, der die ekstatische Natur der Zeit in der Mitte des Nachmittags beschreibt, kurz bevor die Dämmerungs-Ragas (Sandhya-Pradasa-Ragas) stattfinden. Jede Kunstrichtung und Wissenschaft stammt ursprünglich von den Veden ab. Die Quellen, die der vedischen Hochkultur zugänglich waren, sind auch heute noch zugänglich! Es gibt eine Vedische Wissenschaft namens Gandharva-Vidya: „Musik“, wörtlich: „das von den Gandharvas“ überbrachte Wissen“; Gesang, Beherrschung von Instrumenten, Raga-Tonkunst mit der Stimme oder mit Instrumenten, Komposition, Improvisation und systematische Variation von Grundmelodien. Der KAFI THAAT entspricht der westlichen DORIAN-Tonleiter. Man kann dieses Lied aber auch in einer anderen Melodie singen, ganz wie man möchte. Der Text geht wie folgt:

radhe jaya jaya madhava-dayite

gokula-taruni-mandala-mahite (refrain)

Oh Radha! Geliebte von Madhava! Gepriesen seist Du, der Du von allen jungen Mädchen in Gokula verehrt wirst.

damodara-rati-vardhana-vese

hari-niskuta-vrnda-vipinese (1)

Oh Königin des Vrinda-Waldes! Durch Deine wunderschöne Erscheinung und Deine kunstvolle Art Dich zu kleiden, lässt Du die Liebe und Zuneigung von Sri Damodar ständig ansteigen.

vrsabhanudadhi-nava-sasi-lekhe

lalita-sakhi guna-ramita-visakhe (2)

Oh Du unvergleichlicher Mond, der Du aus dem Ozean Vrishabhanus aufgestiegen bist! Oh Freundin Lalitas! Oh Du, die Du aufgrund Deiner bezaubernden Eigenschaften das Vertrauen Vishakhas gewinnst!

karunam kuru mayi karuna-bharite

sanaka-sanatana-varnita-carite (3)

Oh Du, die Du voller Barmherzigkeit bist! Dein erhabener Charakter wird von großen Weisen wie Sanaka und Sanatan besungen. Bitte sei barmherzig mit mir.

Jay Sri Radhe!

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vrndavana ramya-sthana, divya-cintamani-dhama,

ratana-mandira manohara

abrta kalindi-nire, raja-hamsa keli kore,

tahe sobhe kanaka-kamala

Liebe Freunde,


Heute, am 7. Mai ist _Varuthini Ekadasi, und deshalb gibt es bei mir Dauerkirtan. Hier gibt es für Euch wieder eine Kostprobe aus meinem 'Bhajana-Bunker'. Das folgende Lied stammt aus dem Sri Gaudiya Bhajana Dipika-Liederbuch. Ich verwende hierfür den ASAVARI-Raga, der morgens und vormittags gesungen wird:


Vrndavana Ramya-Sthana – Srila Narottama dasa Thakura

Die transzendentale Wohnstätte Vrindavana ist ein wunderschöner Ort und besteht aus göttlichen Berührungssteinen. Dort finden sich wunderschöne Tempel aus Juwelen. Der Fluss Yamuna (Kalindi) fließt auf diesem transzendentalen Land und Schwäne wie Raja-Hamsa spielen in diesem Wasser. Es gibt eine wunderschöne goldene Lotusblume mit hundert Blütenblättern im Wasser dieses göttlichen Flusses.

tara madhye hema-pitha, asta-dale bestita,

asta-dale pradhana nayika

tara madhye ratnasane, bosi’ achen diu-jane,

syama-sange sundari radhika

In der Mitte dieses Lotus befindet sich eine goldene Plattform, die von acht Blütenblättern umgeben ist. Auf diesen acht Blütenblättern befinden sich acht Hauptsakhis. Das göttliche Paar Lord Syama und die schöne Radhika sitzen zusammen auf einem juwelenbesetzten Thron auf dieser goldenen Plattform.

o-rupa-lavanya-rasi, amiya podiche khasi’,

hasya-parihasa-sambhasane

narottama-dasa kaya, nitya-lila sukha-maya,

sadai sphuruka mora mane

Die Schönheit und Süße der Formen von Sri Radha und Govinda während ihrer Gespräche, die von Lächeln und Lachen erfüllt sind, strahlt Nektarschauer aus. Narottama dasa sagt: "Mögen sich diese ewigen göttlichen Spiele, erfüllt von transzendentaler Freude, sich für immer in meinem Herzen manifestieren.“

Hare Krishna!

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Kirtaniya Sada Hari!

Chantet unaufhörlich die Namen und Herrlichkeiten des Herrn!

Das Singen wird bei den Gaudiya Vaisnavas Kirtan genannt!

Liebe Freunde,

Heute möchte ich Euch dazu inspirieren, Kirtan zu machen. Ich singe täglich mit dem Gesangsbuch ‚Sri Gaudiya Bhajana Dipika. Hier eine Kostprobe von mir für Euch zum Mitsingen: der Pancha Tattva Maha Mantra ‚Jaya Sri-Krishna-Caitanya Prabhu Nityananda Sri-Advaita Gadadhara Srivasadi-Gaura-Bhakta-Vrinda’ und der Hare Krishna Maha Mantra: Hare Krishna Hare Krishna Krishna Krishna Hare Hare – Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare.

https://youtu.be/_ZjieZStus0

Den Hare-Krishna-Maha-Mantra kann man mit sämtlichen Melodien singen, die passen. Man kann eine Bhajana-Band gründen und den Gesang mit Flöten, Geigen, Klavier, Orgel, Akkordeon, Harmonium, Tablas (Trommeln), Tambura (Saiteninstrument), Kholas (Bengalische Trommel), Zimbeln, Ukulele, Gitarre, Banjo, Laute, etc. begleiten. Ich spiele und singe am liebsten Ragas im Nord-Indien-Stil am Harmonium. Wichtiger als die instrumentale Begleitung ist unsere Liebe und Hingabe beim Singen der Gebete und Lieder. Diese Gebete und Lieder der Gaudiya Vaisnavas stammen von Rupa-anuga-Acaryas der Gaudiya Vaisnava-Schülernachfolge in der Linie von Lord Chaitanya Mahaprabhu. Dieses Liederbuch kann nicht mit jenen weltlichen Liederbüchern verglichen werden, die es auf dem Markt zu kaufen gibt (worin es keine Hingabe zu Gott gibt und welche voll von Irrtümern sind).

In diesem Liederbuch der Gaudiya Vaisnavas

wird über den Namen, die Form, die Eigenschaften

und Spiele der Höchsten Persönlichkeit Gottes gesungen.

Und es werden die ewigen Gefährten Gottes glorifiziert.

Beim Singen dieser heiligen Lieder wird unser schlummerndes Gottesbewusstsein geweckt und wieder belebt. Alle Autoren dieser heiligen Lieder sind Vaisnava-Poeten. Jene Musiker, welche keine Gottgeweihten sind, singen nur nicht-authentische Lieder, welche Gott nicht erfreuen können. Wenn wir unsere Lieder für Gottes Freude singen und um Ihn zu glorifizieren, wird das ‚Bhajana’ oder ‚hingebungsvoller Dienst’ genannt. Die Verse, welche rezitiert werden, sind dazu gedacht, die Sinne Gottes zu erfreuen. Die weltlichen Lieder hingegen befriedigen nur die eigenen Sinne oder die des Publikums. Das ist aber gegen die Prinzipien des Bhajana, der mit Hingabe zu Gott und dessen Freude gesungen wird.

Die Kompositionen der Gaudiya Vaisnavas schaffen die

Basis für transzendentale Liebe zu Gott.

Die Süße der Worte und die Sanftheit der Sprache, die ohne weltliche erotische Themen auskommt, beschreibt die Gemütszustände der ehelichen Liebe der Mädchen in Vraja. Das gibt es sonst nirgends in der Welt. Mögen unzählige Gottgeweihte inspiriert sein, diese Geschmäcker der göttlichen Liebe zu kosten. Jeder sollte den Nektar dieser schönen Lieder trinken um sein unzufriedenes Herz, das im Feuer der dreifachen materiellen Leiden brennt, zufrieden zu stellen. Diese Lieder sollen alle Menschen gleichermaßen inspirieren. Richtet Euch zu Hause ein Eck fürs Meditieren und Singen ein, oder stellt einen Altar auf, wo Ihr Heiligen-Bilder, spirituelle Bücher und Devotionalien stehen habt, die Euch beim Singen inspirieren. In der kleinsten Hütte ist Platz für ein paar spirituelle Bilder und Musikinstrumente. Diese Fotos habe ich selbst gemacht, bei mir zu Hause. Ladet Familie, Freunde und Verwandte ein, um mit Euch Kritan zu machen. Es gibt mehr spirituelle Freude, wenn man gemeinsam musiziert und singt.

Alle Ehre sei den Gaudiya Vaisnavas!

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Hier meine Empfehlung zum Lesen in Deutsch und vielen anderen Sprachen:



Hier meine Einleitung zum Bhakti-Yoga:

Was ist Veda?

„Ich bin der Ursprung der Devas (Götter) und der

großen Rsis (Weisen), der allumfassende Urgrund,

den nicht einmal diese Suras (Lichtwesen) vollständig

zu begreifen vermögen. Sie alle sind aus meinem Sein

hervorgegangen, als geistige Schöpfungen, und von

ihnen stammen – über die Hierarchie der Dimensionen

mit zunehmender Verdichtung – alle Lebewesen

auf der Erde ab.“

(Krishna in der Bhagavad-Gita, 10.2/6b)

Liebe Freunde,

Mein Licht-Komitee Golden Spirit hat mir mitgeteilt, dass es an der Zeit für mich ist, alte Brücken abzubrechen und auf neuen Wegen zu wandeln, also weiterzuziehen. Wenn man mit alten Beziehungen oder Weggefährten keine Gemeinsamkeiten mehr hat und nur noch ein Hick-Hack das Gespräch beherrscht, ist es Zeit sich zu lösen. Man sollte ungesunde Situationen und geplatzte Träume (Zusammenarbeit mit ehemaligen Weggefährten) loslassen, indem man sich neu ausrichtet. Ihr habt sicherlich schon ähnliche Situationen erlebt, wo man einfach nur auf Unverständnis stößt, obwohl man selbst bereit war, alles zu geben und alles zu verzeihen. Unser höheres Selbst muss dann entscheiden, was gut für uns ist und wir empfangen Trost und Führung, wenn wir uns neu ausrichten. Das habe ich gemacht. Ohne Unterstützung zu erwarten, ohne überhaupt auf Dank zu hoffen für alle vergangenen Bemühungen, setzt man den neuen Schritt in Richtung Ungewissheit … aber befreit und voller Tatendrang!

Wir können unser Leben in Liebe und Freude gestalten,

und unserem einzigartigen Pfad hier auf der Erde folgen.

Wenn eine Klasse beendet ist, alte Beziehungen oder Weggefährten gehen, die Lehraufgabe gelernt wurde, so beginnt eine neue Stufe der Entwicklung. Es gibt dann keinen Weg mehr zurück. Wir leben im neuen Wassermann-Zeitalter und ich bin ein Kind dieser neuen Zeit, darum kann ich mich mit alten Bräuchen, starren Ritualen und veralteten Ansichten eben nicht anfreunden. Starre Strukturen, alte Dogmen und das Patriarchat (Unterdrückung der göttlich weiblichen Energie) ist immer noch sehr populär in diversen spirituellen Kreisen, was echte Zusammenarbeit für weibliche Wesen eben unmöglich macht. Man muss dann eben neue Verbindungen suchen, welche im Einklang mit dem göttlichen Plan sind und der heutigen Zeit entsprechen. Der Veda, das Wissen der Vedischen Kultur ist dennoch zeitlos und es ist eine Kunst, diese alten Weisheiten in unser neues modernes Leben zu integrieren. Das ist mein Ziel. Ich halte nichts von starren Regeln und Vorschriften, die die Freude im hingebungsvollen Dienst (im Vorgang des Bhakti-Yoga) völlig ausklammern und nur die Strenge und Härte der Regeln und Regulierungen gemäß Vaidhi-Bhakti-Sadhana favorisieren, welche nichts mit dem wahren Dharma (der spontanen Lobpreisung der Namen Gottes in liebender Hingabe, Freude und Ekstase) zu tun hat. Folgen wir also unserer Weisheit des Herzens, kommen wir auf den Boden der Realität zurück, geben wir frei, was nicht zu uns gehört und lassen wir die Energien fließen - zur Inneren Quelle. Sehen wir und würdigen wir den Kreis, der sich nun geschlossen hat, und wenden wir uns der Tür zu, die sich neu für uns öffnet.

Lassen wir neue Perspektiven zu, finden wir neuen Zugang zur inneren Weisheit, stärken wir unsere inneren Sinne, setzten wir gesunde Grenzen, sammeln wir Erkenntnisse und tiefere Einblicke, haben wir Mitgefühl statt Mitleid für die Sitzenbleiber und Nachzügler, die die Klasse wiederholen müssen (jene unfreien Geister, welche neu geboren werden müssen, um auf dem Pfad des Aufstiegs weitermachen zu können).

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Punkt und stellen uns die Frage: Was ist Veda? Die klassisch altindischen Lehrgedichte, die Upanisaden, illustrieren das Thema „Was ist Veda“ mit einer berühmten Geschichte über den Weisen Uddalaka Aruni, der seinen Sohn Svetaketu unterwies. Als die Zeit kam, ihm den göttlichen Urgrund allen Seins zu erklären – wie aus dem Einen das Viele, aus dem Unsichtbaren das Sichtbare, aus dem Ewigen das Vergängliche entsteht -, sprach der Vater:

„Lieber Svetaketu, erkenne das Wahre, durch welches das Ungehörte gehört, 

das Ungedachte gedacht,das Unerkannte erkannt wird.“

„Ich verstehe nicht, was du meinst, Vater. Du sprichst in Rätseln.“

Da sprach der Vater: „Hole eine reife Nyagrodha-Frucht!“

Svetaketu rannte zum nahe gelegenen Banyanbaum, pflückte aus dem riesigen Gewirr von Ästen und Stämmen eine Feige und brachte sie zurück in die Strohhütte des Vaters.

„Diese Nyagrodha-Frucht enthält ein Geheimnis“, sprach der Vater. „Schneide sie entzwei und sage mir, was du siehst!“

„Ich sehe viele kleine Samenkörner!“

„Nun nimm ein Samenkorn, schneide es entzwei und sage mir, was du siehst!“

„Ich sehe nichts Besonderes.“

„Schau genau hin und erforsche das Geheimnis!“

Der Sohn schaute und dachte nach, aber fand nicht heraus, worauf sein Vater hinauswollte. Da sprach der Vater: „Mein lieber Sohn, du siehst nicht genau hin. In diesem Samenkorn befindet sich ein großer Banyanbaum – mit seinem Stamm und seinen Ästen und Nebenästen, die im Boden Wurzeln schlagen und dadurch selbst zu Stämmen werden. Aus diesem einen Samenkorn gehen tausend neue Früchte mit Millionen von neuen Samen hervor, aus denen wieder Bäume mit Tausenden von Früchten und Samen hervorgehen werden.“

„Lieber Vater“, antwortete Svetaketu, „jetzt, nachdem du das Geheimnis enthüllt hast, verstehe ich, was du meinst. Aber dennoch sehe ich keinen Baum im Samenkorn.“

Der Vater schwieg. Dann sprach er:

Wenn du wahrhaft weise bist, siehst du die Wahrheit überall, obwohl du sie nicht siehst.“

„Oh Vater, ich habe die heiligen Schriften studiert und die vielen Worte gelesen, und dennoch sehe ich die Wahrheit nicht.“

Abermals schwieg der Vater und sprach dann: „Mein lieber Sohn, so wie du das Samenkorn betrachtet hast, ohne den Baum zu sehen, so hast du die heiligen Schriften gelesen, ohne deren Sinn zu verstehen. Der Sinn ist in Gottes Worten verborgen wie der Baum im Samenkorn. Und so ist auch Gottes Energie im Universum verborgen. Sie wirkt überall, und es ist diese spirituelle Kraft (etam animanam), die du nicht mit den Augen sehen kannst, die diesen großen Banyanbaum aus dem winzigen Samenkorn wachsen lässt. Alles, was ist, entsteht aus dieser Kraft. Dieses Spirituelle (eso anima) ist die Grundlage von allem. Es ist die Seele der gesamten materiellen Schöpfung, es ist das Wirkliche – das, was Realität ausmacht, - es ist auch unser Selbst, und das bist du, oh Svetaketu:

Aitad atmyam idam sarvam, tat satyam,

 sa atma, tat tvam asi, svetaketo

Tat tvam asi. Das bist du.“

Liebe Freunde, nur ein Weiser kann wahrhaft sehen und erkennen, was sich in einem Samenkorn verbirgt. Genauso ist es mit unserer Beziehung zu Gott. Unsere Seele kennt bereits den Ungeborenen, den Ersten, den Schöpfer des Himmels und der Welt. Wir müssen einfach nur richtig hinschauen und sehen lernen, dann werden wir begreifen wie groß wir sind. Diejenigen die nur auf das unmittelbar Sichtbare starren, ohne sich um den Ursprung des Sichtbaren Gedanken zu machen, tappen völlig im Dunklen. Wissenschaft, Esoterik und Theologie dürfen sich nicht ausschließen, wie das in den vergangenen Jahrhunderten auf immer verhängnisvollere Weise geschehen ist. Wissenschaft, Esoterik und Theologie müssen sich zu einem Dreieck der Erkenntnis ergänzen, das heißt, sich gegenseitig bereichern, aber auch stützen und sich gegenseitig kontrollieren.

Das multidimensionale Weltbild vertieft die Wahrheitssuche.

Wir lehnen Halbwahrheiten und wissenschaftliche Einseitigkeit ab und haben mit religiösen Dogmatismen nichts am Hut. Das sind nämlich die drei größten Hindernisse der menschlich geistigen Entwicklung, welche auf verschiedenen Ebenen zu Gewalt, Korruption und Elitedenken führen. Im Kali-Yuga, unserem gegenwärtigen dunklen Zeitalter ist es nun an der Zeit, dass diese Hindernisse as solche erkannt und überwunden werden. Hier wenden wir uns dem vedischen Mysterienwissen zu. Glaube kann nicht diskutiert werden, wohl aber die Gründe, warum wir etwas glauben. Wenn wir die verschiedenen Weltbilder auf ihre Grundlage hin untersuchen und hinterfragen, werden wir feststellen, wie mangelhaft begründet und deshalb unglaubwürdig viele Annahmen sind, auf welche sich unsere heutiges „Wissen“ stützt. Wir müssen deshalb unsere Weltbilder grundlegend hinterfragen und uns einer wahren Quelle des Wissens zuwenden, um fündig zu werden. Wissenschaft und Religion, wenn sie ganzheitlich verstanden werden, ergänzen sich gegenseitig und führen zur Überwindung dieser Einseitigkeiten. Eine Verbindung von wissenschaftlichem und spirituellem Wissen ist notwendig, um die Wahrheit erkennen zu können.

Die Wiederkehr des Vedischen Wissens spielt

Zur Wahrheitsfindung eine essentielle Rolle.

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 Wie erreicht man die Perfektion ?

„Auch wenn man keinerlei spirituelle Praxis ausführt,

hat man die Perfektion erreicht,

sobald man beschließt, ganz Gott zu gehören.“

(Bhakti Sandarbha 304 – Srimad Jiva Goswami)

Liebe Freunde,

Ein Studium der Bhakti (liebevolle Hingabe) im Vorgang des Sadhana (Praxis des hingebungsvollen Dienstes) schließt immer Erfahrung und Verwirklichung mit ein. Was man liest und hört von der spirituellen Quelle, das lebt man auch in der Praxis als Gottegeweihte/r. Man liest und sieht gleichzeitig die Ausführung schon im Voraus. Das ganze Bild und das Verständnis eines Themas ergibt sich dann beim Üben und Praktizieren. Die erste Stufe im Sadhana ist das Vertrauen.

Nur wer starkes Vertrauen hat, kann Fortschritt machen!

Sraddha (Vertrauen) ist die wichtigste und erste Tugend auf dem spirituellen Pfad. Nur wenn Ihr echtes Vertrauen habt, lest Ihr meine Lektionen. Wenn Ihr kein Vertrauen habt, ist es nur verschwendete Zeit. Ihr wundert Euch wahrscheinlich, warum Jiva Goswami sagt, dass man die Perfektion schon erreicht hat, wenn man sich einfach nur dazu entschließt, Gott zu gehören. Es ist tatsächlich der schnellste Weg zu Gott, sich Gott hinzugeben und zu sagen, dass man Ihm gehört. Alle weiteren Schritte zur Perfektion folgen dann wie von selbst. Die höchste Persönlichkeit Gottes sitzt im Herzen und wartet nur darauf, dass wir uns an unsere Zugehörigkeit zu Ihm erinnern. Also wenn ich Euch jetzt daran erinnere, Vertrauen in Gott zu haben, dann ist das bereits die wichtigste Anweisung auf dem Weg zurück zu Gott. Alle Regeln und Regulierungen sind nur dazu gedacht, unseren Geist und unsere Sinne zu regulieren, damit wir uns besser an unsere ewige spirituelle Beziehung zu Gott erinnern können. Wenn wir unser Leben so gestalten, dass wir mit Dankbarkeit und Demut alle Geschenke Gottes empfangen, leben wir bereits im Herzen Gottes und werden gemäß unserer Hingabe die höchste Perfektion erreichen. Die höchste Perfektion ist die Liebe  zu Gott (prema), welche das unumstößliche Vertrauen (sraddha) zu Gott als Grundlage hat.

Nur wenn man absolutes Vertrauen in Gott und

Seine Stellvertreter/Innen, welche Botschafter/Innen

 Der Gottesliebe sind - hat, kann man alle

schlechten Gewohnheiten aufgeben und einen

höheren Geschmack entwickeln.

Ein Guru, Meister und Lehrer in der Schülernachfolge handelt wie ein Navigator, der uns die einzelnen Schritte zum Ziel zeigt und uns im spirituellen Wissen unterweist. Das Ziel ist Gott. Der Lehrer/die Lehrerin ist der/die Vermittler/In und betrachtet alle Menschen als Diener und Dienerinnen Gottes. Ein autorisierter Lehrer oder Meister wird Schüler nie als sein Eigentum betrachten, sondern ist stets unangehaftet, ohne ein materielles Motiv zu verfolgen, ohne den Wunsch nach Berühmtheit, Macht, Einfluss, Reichtum oder Prestige. Es gibt keinen Zwang und keine Gewalt beim Unterricht. Vedische Lehrer predigen den Vegetarismus (also Gewaltlosigkeit) nicht extra, denn Gottgeweihte, welche sich Gott zugehörig fühlen, verstehen von selbst, dass das gewaltsame Töten von unschuldigen Lebewesen das Todesbewusstsein unterstützt und nicht gottgewollt sein kann. Jemand der ernsthaft in Gottes Dienst steht und weiteren Fortschritt im Verständnis der Beziehung zu Gott machen will, wird anderen keine Gewalt und kein Leid zufügen. Das ist die Grundvoraussetzung für den weiteren Erfolg im Sadhana (im Vorgang der Praxis des hingebungsvollen Dienstes).

Srila Sanatana Goswami, eine unserer großen spirituellen Vorbilder und Autoritäten in der Schülernachfolge der Gaudiya Vaisnavas (Brahma Madhva Gaudiya sampradaya) hat ein Buch namens ‚Hari Bhakti Vilas’ geschrieben, welches alle wichtigen Regeln und Regulierungen in der Tempelverehrung enthält und auch das richtige Verhalten der Gottgeweihten untereinander beschreibt.

Wer sich inspiriert fühlt, kann mit Hilfe dieses Standard-Werkes für den hingebungsvollen Dienst sein Verhalten im Sadhana vervollkommnen. Im Buch ‚Nektar der Hingabe’ (Bhakti Rasamrta Sindhu) von Srila Rupa Goswami erfahren wir Details über die transzendentalen Spiele und Eigenschaften Gottes und Seiner ewigen Gefährten. Im Buch ‚Die Lehren Sri Chaitanyas erfahren wir wichtiges Grundlagen-Wissen über den Goldenen Avatar’Lord Chaitanya Mahaprabhu (1486-1532), welcher als verdeckte Inkarnation Gottes in Bengalen erschien, um die Sankirtana-Bewegung zum Chanten der Heiligen Namen Gottes einzuführen. Diese Sparte des Hinduismus ist monotheistisch. Seine Philosophie und praktischen Anweisungen für die Gottesverehrung vereinigen die Lehren aller 4 autorisierten Vaisnava-Autoritäten (Vaisnava-Acharyas: Sri Madhvacharya, Sri Ramanujacharya, Sri Vishnuswami und Sri Nimbarkacharya) im Hinduismus.

In vorchristlicher Zeit gab es im Hinduismus

eine monotheistische Richtung, deren berühmteste

Schrift die Bhagavad-Gita ist.

Die BG enthält offenbarte Worte Gottes (Krishnas) und erklärt, dass Bhakti, also hingebungsvoller Dienst und  Liebe zu Gott das Ziel aller Formen von Religion ist. Im 16. Jahrhundert erlebte die Krishna-Religion durch die Inkarnation Gottes, den Heiligen Chaitanya Mahaprabhu eine Renaissance, welche den Hinduismus nachhaltig beeinflusste - da sich seine Lehren in Indien gegen das diskriminierende Kastensystem wandte. Mahaprabhu lehrte, dass echtes Gottesbewusstsein nicht von sozialer, religiöser oder nationaler Zugehörigkeit abhängig ist, und führte das gemeinsame Singen der Heiligen Namen Gottes ein, um allen Menschen den Vorgang der Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis zugänglich zu machen. In der Nachfolge der Chaitanya-Tradition reiste 1965 der indische Mönch A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada nach Amerika, um die Krishna-Religion den Menschen im Westen näher zu bringen. Es beteiligten sich im Laufe der Jahrzehnte auch andere Mönche der Gaudiya Vaishnava-Tradition an der Prediger-Mission zu deren weltweiten Verbreitung. Unsere Gaudiya Vaishnava-Tradition zählt heute über mehr als 30 religiöse Organisationen weltweit, welche sich zur VVRS-WVA (Visva-Vaisnav_Raj-Sabha-World-Vaisnava-Association) zusammengeschlossen haben.

Spiritualisten trennen in ihrem Sadhana die kulturelle Praxis,

die religiöse Praxis und die spirituelle Praxis von einander.

Solange wir Praktizierende im Gottesbewusstsein uns in den 3 Erscheinungsweisen der materiellen Natur: Tamaguna (Unwissenheit), Rajaguna (Leidenschaft) und Sattvaguna (Tugend) befinden, praktizieren wir Vaidhi-Bhakti (Dienst mit Regeln und Regulierungen, laut der Anweisungen der autorisierten Bhakti-Schriften) gemäß den kulturellen und religiösen Regeln in der Verehrung Gottes in unseren Kirchen und Tempeln. Auf einer sehr fortgeschrittenen Ebene im Krishna-Bewusstsein (wenn wir eine transzendentale Begierde und sukriti, viele gute Handlungen in früheren Leben getätigt haben) praktizieren wir Rupanuga-Bhakti (spontanen, reinen, bedingungslosen hingebungsvollen Dienst, frei von Angst, frei von einschränkenden Regeln und Regulierungen der Veden, und folgen wir einer der vertraulichen Gemütsstimmungen - als Nachfolger/Innen der ewigen Gefährtinnen im heiligen Land Vrindavana). Sowohl im Vaidhi-Bhakti-Vorgang als auch im Rupanuga-Bhakti-Vorgang praktizieren wir das Chanten (Rezitieren und Singen) der Heiligen Namen Gottes als primäre Form der Hingabe zur Läuterung und Reinigung und späteren Erlangung der Gottesliebe. Wir wissen um die Ursachen von Karma (Ursache und Wirkung von Handlungen), Gewaltlosigkeit (ahimsa) des Vegetarismus, Verehrung der Bildgestalten (Sri Vigraha) und die Beziehung zwischen Spirituellem Meister und Schüler (guru-sishya). Eingeweihte Mitglieder halten sich vom Glücksspiel fern, betreiben keine außereheliche Sexualität, berauschen sich nicht und essen kein Fleisch. Auf diese Art und Weise praktizieren wir unseren Glauben. Diese Lehren der großen Meister in unserer Vaisnava-Tradition sind nicht sektiererisch und sie sind überkonfessionell, denn sie sind nicht auf eine historische Religion beschränkt.

Der Vaisnavismus beinhaltet das essentielle

und universale Prinzip aller Religionen.

Es gibt nur einen Gott für alle Menschen, und dieser hat viele Namen. Das Prinzip des wesensgemäßen Dienstes zu Gott heißt Sanatana Dharma, welches die natürliche und ewige Aktivität, nämlich die ewige liebende Hingabe im Dienst zur Höchsten Persönlichkeit Gottes beschreibt. Sobald ein(e) Gottgeweihte(r) (Sadhaka) die Perfektion im Dienst zu Gott erreicht, befindet er/sie sich auf der spirituellen Ebene in der Beziehung zu Gott. Sobald ein Lebewesen befreit ist von den 3 Erscheinungsweisen der materiellen Natur, ist sein Dienst spirituell, also ewig und befindet sich auf der Ebene der spirituellen Tugend (visuddha sattva). Die materielle Tugend, welche wir beim Praktizieren unserer kulturellen und religiösen Aktivitäten fördern, ist die Vorstufe zur spirituellen Tugend, welche uns zurück nach Hause zu Gott bringt. Wir entwickeln auf der Ebene von visuddha sattva  unseren Spirituellen Körper (siddha deha) und praktizieren sowohl in unserem grobstofflichen Körper (sadhana deha) als auch im Geist und Herzen mit unserem spirituellen Körper. Nach außen hin halten wir alle Regeln und Regulierungen der offenbarten Schriften ein und führen ein normales Leben. Wir verbergen aber unsere intime liebevolle Beziehung zu Gott, als auch unsere Gefühle und Stimmungen unserer Gottesverwirklichung im Inneren. Der Pfad der Hingabe wird im Bhakti Sandharba Anuccheda 339 von Srila Jiva Goswami folgendermaßen skizziert:

„Sollte jemand durch die Gnade seines Gurus oder die Gnade des Herrn etwas von dieser vertraulichen Wahrheit hinsichtlich der Praxis oder des Ziels der Hingabe verwirklichen, so dass es ganz und gar zu seinem Leben geworden ist, dann darf diese Verwirklichung niemandem anvertraut werden.“

Die Gnade des Gurus heißt kripa und ist sehr häufig zu finden. Die Gnade direkt von Gott zu erhalten, ist sehr selten. Wir werden vor allem durch die Gnade des Gurus zu kripa-siddhas, also ewig befreite Seelen in einer persönlichen Beziehung zu Gott. Wie ich in meiner Lektion 1 bereits erwähnt habe, gibt es 5 verschiedene persönliche Beziehungen zu Gott. Jemand der unpersönlich ist und keine persönliche Beziehung zu Gott aufnehmen will, bleibt im materiellen Dasein gefangen und kann sich spirituell nicht weiterentwickeln. Am schnellsten kommen wir zum Ziel, wenn wir die Gnade (kripa) eines reinen Bhagavata’s, eines Mahatma’s (einer großen selbstverwirklichten Seele auf der spirituellen Stufe der Vollkommenheit) erhalten. Wenn wir durch diese kripa reine spontane Liebe zu Gott erlangen, sind wir die am meist begünstigten Lebewesen im Universum. Nichts ist wertvoller oder erstrebenswerter als kripa. Sogar ohne qualifiziert zu sein, erlangen wir durch die kripa des spirituellen Meisters die Perfektion und können bei Ernsthaftigkeit die höchste spirituelle Verwirklichung und reine prema (reine Liebe zu Gott) erlangen. Wer diese kripa nicht bekommt, muss für unvorstellbar lange Zeit in der materiellen Welt herumirren; und auch Millionen von Leben von hingebungsvoller Praxis nach den Regeln und Regulierungen der offenbarten Schriften führen nicht zum Ziel, wenn man nur trockenes Wissen (jnana) ansammelt. Wissen alleine, ohne Bhakti und Hingabe zum spirituellen Meister sind vergeblich. Wenn wir durch diese kripa dann vertrauliches Wissen und echte spirituelle Verwirklichung vom Guru bekommen, sollten wir aber vorsichtig sein, damit wir es nicht wieder verlieren. Im heiligen vedischen Werk Srimad Bhagavatam (SB. 8.17.20) (wird auch das große Purana, oder die Paramahansa-Samhita genannt) unterwies Sri Visnu Aditi Devi, wie folgt:

„O Göttin, selbst wenn du darum gebeten wirst, solltest du diese Angelegenheit niemandem offenbaren. Alles, was sogar vor den Göttern ein Geheimnis ist, trägt nur dann Früchte, wenn es in richtiger Weise im Verborgenen gehalten worden ist.“

Vaisnavas sind ernst und halten ihre Gefühle im Verborgenen. Wenn sie aber um Hilfe und Unterweisung gebeten werden, verhalten sie sich wie transzendentale Wunscherfüllungs-Bäume (kalpa vriksa’s), die reichlich himmlische, göttliche Früchte tragen. Sie segnen ihre Nachfolger mit ihrer heiligen Gemeinschaft und mit Harikatha (Gespräche über die transzendentalen Spiele und Manifestationen Gottes). Wer es versteht, dieses heilige Wissen der Weisen und vedischen Heiligen über die Wissenschaft der Gottesverwirklichung wertzuschätzen, der wird reichlich mit Nektar von den Früchten dieses Vorganges der Bhakti belohnt, wenn er/sie in demütiger Art und Weise Fragen stellt. So wie man Milch von einer Kuh melkt, wird man einen Ozean an transzendentalem Nektar an Wissen und Verwirklichung bekommen, wenn man sich an die richtige Quelle wendet. Guru (heiliger spiritueller Meister), Sadhu (die Weisen und vedischen Lehrer) und Shastra (heilige Schrift) sind eine Quelle der Inspiration und Führung auf dem Pfad der Hingabe. Svarupa siddhi (Erlangung der persönlichen spirituellen Form des spirituellen Körpers - auch siddha deha genannt) ist das Ziel aller Praxis. Nur mit spirituellen Augen und spirituellen Sinnen des spirituellen Körpers auf der spirituellen Ebene kann man dem Höchsten Herrn ewiglich dienen. Wie erreicht man dieses Ziel? In der Bhagavad Gita im 10. Kapitel, Vers 10. wird das vom höchsten Herrn Sri Krishna, persönlich erklärt:

„Diejenigen, welche Mir ständig hingegeben sind und Mir mit Liebe dienen, 

gebe Ich das Verständnis, durch das sie zu Mir gelangen können.“

Besonders ganz am Anfang unserer Reise nach Hause ist es wichtig, zu wissen wohin man will. Gott offenbart sich uns in einer persönlichen menschlichen Form, in einer der 5 Beziehungen, welche wir anstreben. Und das Schöne daran ist, dass Er uns auch noch das Verständnis gibt, durch das wir zu Ihm gelangen können. In der Erläuterung des letzten Verses im 18. Kapitel der Bhagavad Gita heißt es, dass wir bei der Freuden-spendenden Energie Gottes (hladini sakti) Zuflucht suchen sollen. Diese hladini sakti - ‚The pleasure giving potency’ – ist die göttlich weibliche Freudenenergie Gottes, also Seine ewige Gefährtin Srimati Radharani. Gott existiert nicht alleine in Seinem ursprünglichen Reich, sondern ist untrennbar mit Seiner göttlichen Geliebten und unzähligen vertrauten Geweihten zusammen. Chaitanya Mahaprabhu ist die Inkarnation von Sri Sri Radha Krishna, vereint in einer Person, also Gott und die Göttin zugleich. Das ist das große Geheimnis dieser verdeckten Inkarnation. Er kostet als Meister-Diener von Radha Krishna die verschiedenen vertraulichen Geschmäcker der Gottesliebe (rasas). Und gleichzeitig ist Er die Gnadeninkarnation, welche uns die Heiligen Namen Gottes durch die Sankirtan-Bewegung schenkt, damit wir direkte Gemeinschaft mit Gott haben können – denn die Heiligen Namen Gottes sind nicht verschieden von der höchsten Persönlichkeit Gottes, Radha Krishna, dem göttlichen Paar. Wir bitten um hingebungsvollen Dienst und um die Verwirklichung unserer ewigen spirituellen Beziehung zu Radha Krishna. Sie sind das Ziel unserer Reise. Deshalb sind wir hier auf der Erde inkarniert, um gemeinsam die Sankirtana Bewegung von Lord Chaitanya zu verbreiten und im Ozean der Gottesliebe zu schwimmen. Die göttliche Gnade erhalten wir auch in Form von geweihter Nahrung (prasadam), welche wir den Bildgestalten von Radha Krishna opfern, welche uns läutert und reinigt und unseren Geschmack für die materielle Welt verblassen lässt. Langsam aber sicher schreiten wir auf dem Weg der Bhakti voran - und durch die Gnade der spirituellen Gemeinschaft erhalten wir Einlass ins gelobte ewige Gottesreich.

Blockieren tun wir uns nur selbst, wenn wir an der blumigen Sprache der Veden und der Philosophie hängen bleiben und nur Wissen und Informationen sammeln, anstatt mit Liebe und Hingabe den Gemütsstimmungen der reinen Geweihten zu folgen.

Ganz zu Anfang ist es schon wichtig, seine Gefühle und Dankbarkeit für die Geweihten des Herrn zu entwickeln. Durch sie erlangen wir das größte Gottesgeschenk auf Erden. Machen wir keine Vergehen, sondern gehen wir mit Achtsamkeit vor, damit wir nicht gebremst werden in unserer täglichen Praxis des Bhakti-Yoga-Vorganges. Yoga heißt Verbindung. Verbindung mit Radha Krishna ist das Ziel. Lesen wir die heiligen Schriften und stellen wir Fragen. In meinen folgenden Lektionen gehe ich auf den Vorgang der Entwicklung der persönlichen Gemütsstimmungen in einer persönlichen Beziehung zu Gott näher ein.  Bitte bedenkt bei all Euren Bemühungen, dass auch unvorteilhafte Umstände in dieser schwierigen Zeit unseren Dienst und die Bhakti nicht aufhalten können. Unvorteilhaftes verwandelt sich in Vorteilhaftes, wenn wir bereit sind, den Preis zu bezahlen und Opfer zu bringen. Schwierige Umstände können uns dabei helfen, schneller Fortschritt im Verständnis und bei der spirituellen Verwirklichung zu machen. Im Prinzip sind alle Umstände vorteilhaft, wenn man sich Gott hingibt und Vertrauen zu Bhakti-Devi (der Mutter der Hingabe) hat. Die Freuden-spendende Energie macht sich in unserem Leben bemerkbar, wenn wir die Segnungen der ursprünglichen Mutter-Göttin Radha erhalten, welche sich persönlich um uns kümmert und uns zeigt, wo es langgeht. Bedingungsloser hingebungsvoller Dienst (kevala bhakti) zu Ehren der höchsten Geweihten des Herrn ist ein strahlendes Privileg und der einzige Weg, um das vertraulichste Wissen (divya-jnana) im Krishna-Bewusstsein zu erlangen. Durch die Gnade der Meister erhalten wir die Gnade von Prema-Bhakti. Durch die Barmherzigkeit der göttlichen Mutter Radharani, welche uns prema bhakti schenkt und uns einen spirituellen Körper (siddha deha) gibt, erlangen wir das letztendliche Ziel (para-gati). Der spirituelle Meister ist der Freund aller gefallenen Seelen und ein Ozean der Barmherzigkeit. Er/sie ist der Stellvertreter von der personifizierten Freuden-Energie hladini sakti. Dort müssen wir Zuflucht suchen und um Dienst bitten. JAY SRI RADHE!!!

Alle Ehre sei Sri Guru und Gauranga!!!

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Was ist Bhakti ?

Bhakti bedeutet hingebungsvollen Dienst für den Herrn,

frei von dem Wunsch nach materiellem Gewinn,

sowohl in diesem als auch im nächsten Leben.

Frei von solchen Neigungen sollte man seinen Geist

völlig in den Höchsten versenken.

(Gopala-tapani-Upanisad 1.15)

Liebe Freunde,

Es geht uns Freunden der Wahrheit nicht um eine unüberschaubare Fülle von Artikeln und Botschaften, sondern rein um die spirituelle Essenz. Die spirituelle Essenz aller Nachrichten und Botschaften ist die Inspiration an alle Leser/Innen, sich Gedanken über den hingebungsvollen Dienst für den höchsten Herrn zu machen, frei von dem Wunsch nach materiellem Gewinn, um dann seinen Geist völlig in den Höchsten zu versenken.

Erst wenn man sich bewusst von allen Ablenkungen

Der materiellen Welt befreit und Frieden im Geist findet,

kann man über seine Beziehung zum Höchsten meditieren.

Sobald man sich für den hingebungsvollen Dienst entscheidet, beginnt die direkte Beziehung zum Höchsten. Dies ist ein sehr umfangreiches Thema, doch zusammenfassend sagen die anerkannten spirituellen Autoritäten der Vedischen Schriften (Veda heißt Wissen), dass eine Gottgeweihte/ein Gottgeweihter eine der fünf Arten von Beziehungen zur höchsten Persönlichkeit Gottes haben kann.

Der/die Gottgeweihte kann eine passive, neutrale Beziehung haben.

Er/sie kann eine aktive Beziehung als Diener/In haben,

 eine Beziehung als Freund haben,

eine elterliche Beziehung haben,

oder eine Beziehung als Geliebte haben.

In der Einfachheit liegt der Schlüssel zum Erfolg jeglicher Erkenntnis. Machen wir es nicht so kompliziert, vergessen wir die unpersönlichen philosophischen Richtungen und unüberschaubaren Füllen an Lehren der verschiedenen spirituellen Schulen - und konzentrieren wir uns mehr auf den persönlichen Aspekt des Höchsten, das Wesentliche und auf die wichtigsten Themen des Lebens, die in allen Glaubensrichtungen vorrangig sind. Wir leben in einer hoch komplexen und bedrohlichen Welt - und jeder ernsthafte Mensch fragt sich, was der Sinn seines Lebens ist, woher er/sie kommt, was zu tun ist und wohin die Reise gehen soll. Wenn man in den Veden nachforscht, kommt man zu dem Schluss, dass die Erde eine besondere Bedeutung hat unter den Milliarden von Galaxien, wo jede Galaxie Milliarden von Sternen hat. Wir gehen nicht verloren auf der spirituellen Reise in diesem riesigen Universum, sondern streben immer höher und höher in unserer geistigen Evolution. Die Erde als unser Heimatplanet gibt uns die Chance, hier Fortschritt zu machen. Gott hat zu allen Zeiten seit Beginn dieser Welt seine heiligen Stellvertreter/Innen auf die Erde gesandt, um uns Wissen zu geben, damit wir aus der materiellen Knechtschaft befreit werden können und als seine ewigen Diener und Dienerinnen nach Hause zu Gott zurückkehren können. Die Erde ist sozusagen die spirituelle Drehscheibe und der zentrale Ausgangspunkt, wo wir zum Ursprung alles Lebens, zu Gott zurückkehren können. Jesus sagte:

„Das Licht kam in die Welt, doch die Menschen liebten die

Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Taten waren böse.“

Gott hat Jesus Christus und alle weiteren spirituellen Meister in die Welt gesandt, um uns vor dem Bösen und dem großen Unglück des Vergessens unserer ewigen Stellung als Diener und Dienerinnen des Höchsten, zu bewahren. Dazu hat Gott seine Stellvertreter/Innen in die Welt gesandt, damit wir uns an unseren Ursprung erinnern und nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben, auch über den Tod hinaus. Das zeigt doch, wie wichtig wir Gott sind. Gott will diese Welt nicht zugrunde gehen lassen, er will sie retten. Mystiker und Seher, welche in den kosmischen Weltenplan eingeweiht sind, sagen, es gäbe ein Zeitfenster bis 2036, wo wir Zeit haben, uns zu läutern und es möglich ist, noch umzukehren, um einen Untergang der Menschheit noch rechtzeitig abzuwenden. Wir selbst sind es ja, welche die Lebenswelt durch falsches Handeln und Unterstützen der Dunkelheit, bedrohen. Lassen wir uns deshalb rechtzeitig von Gott zur Besinnung bringen und zur Umkehr bewegen. In dieser Zeit der Aufarbeitung und Rückbesinnung lasst uns gemeinsam über die Spiele des höchsten Herrn reflektieren, die glorreichen Taten des Herrn lobpreisen und uns gegenseitig spirituell aufbauen.

Als persönlichen Beitrag möchte ich hier auf

meinem Blog spirituelle Inspirationen beisteuern.

In den letzten fünf Jahren meiner Schreibtätigkeit für Euch als Spirituelle Wegbegleiterin habe ich viele Themen aufgegriffen und Euch viele Ratschläge gegeben. Es ist jetzt an der Zeit, dass Ihr selbst aktiv werdet und endlich wesentliche spirituelle Fragen stellt. Ich kann euch dabei helfen, herauszufinden, was Eure spirituelle Aufgabe ist und in welcher Beziehung Ihr zum Höchsten steht. Es gilt dabei, keine Zeit zu verlieren. Smalltalk kann uns nicht helfen, den angesammelten Staub von gutem und schlechtem Karma (von unzähligen durchlebten Inkarnationen) wegzufegen. Erst wenn wir es schaffen, mit unserer Vergangenheit völlig abzuschließen, sich selbst und allen Lebewesen, mit denen wir jemals in Kontakt waren, zu verzeihen, sind wir frei und verursachen kein neues Karma mehr; denn gutes sowie schlechtes Karma bindet die Lebewesen an diese materielle Welt. Sobald wir rein gewaschen sind von Altlasten, beginnt der hingebungsvolle Dienst. Es gibt hierfür einen Vorgang der Reinigung, der Sadhana heißt. Durch Praxis und Schulung im hingebungsvollen Dienst werden wir geläutert und unsere Sinne gereinigt, damit wir einen höheren transzendentalen Geschmack bekommen und unsere Beziehung zum höchsten Herrn wieder auskosten und leben können. Meine folgenden Artikel werden sich mit diesem Thema der Rückkehr zum Ursprung befassen. Einstweilen wünsche ich Euch Erfolg und gutes Gelingen beim Selbstfindungs-Prozess!

Hare Krishna, 

Golden Spirit